Wandern in Frankfurt, der Stadt der Wolkenkratzer und Banken. Unmöglich?
Einige der höchsten Hochhäuser Europas sind Teil der Frankfurter Skyline und brachten der hessischen Metropole auch den Beinamen „Mainhattan“ ein. Große Hochhäuser, prächtige Geschäftsstraßen und ein reges Nachtleben sind bezeichnend für Frankfurt am Main, der fünftgrößten Stadt Deutschlands. Und dennoch kann man beim Laufen in und um Frankfurt viel Grün erleben. Ein paar Wanderungen werden hier aufgeführt. Weitere schöne Wanderstrecken, hier (noch) nicht aufgeführt, sind der Schäfersteinpad, der Hölderlinpfad und der Quellenwanderweg.
2222Der Frankfurter Goetheturm ist Ausgangspunkt eines sehr schönen Spaziergangs, der durch den Frankfurter Stadtwald führt.
Es traf die Frankfurter mitten ins Herz, als der Goetheturm in einer Oktobernacht im Jahr 2017 einer Brandstiftung zum Opfer fiel. Denn mit dem völlig niedergebrannten, hölzernen Aussichtsturm im Waldspielpark Goetheturm war ein Wahrzeichen und damit auch ein Stück Frankfurter Identität zerstört worden. Schnell stand daher für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger fest, dass der Goetheturm wieder aufgebaut wird! Seit dem Frühjahr 2021 ist der neue Goetheturm von Anfang April bis Ende Oktober für die Öffentlichkeit zugänglich.
Zunächst geht es entlang des Frankfurter Lerchesberg und über die Darmstädter Landstrasse zum Jacobiweiher, der im Jahr 1932 nach den Plänen des früheren Leiters des Forstamtes Dr. Jacobi durch Anstauen des Königsbachs zunächst als Regenrückhaltebecken geschaffen wurde. Der Weiher wird Im Volksmund auch liebevoll "Vierwaldstätter-See" genannt, wegen der Ähnlichkeit, der Form und der vier umliegenden "Städte" Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen, Isenburg. Er ist zugleich auch der westlichste Punkt des Spaziergangs.
Vom Jacobiweiher geht es weiter zum Kesselbruchweiher. In den Jahren 1963 bis 1965 wurde hier Kies abgebaut, als Folge darus sammelte sich Wasser an (ein Kesselbruch ist eine schüsselförmige Senke, in der sich Wasser ansammelt). Nachdem sich genug Wasser angesammelt hatte, legte das Forstamt hier einen ca. 2,4 ha großen Weiher an.
Die letzten beiden Weiher auf dem Weg sind der zu Frankfurt-Oberrad gehörenden Maunzenweiher und der auf Offenbacher Gemarkung liegende Buchrainweiher welche bereits im 19. Jahrhundert als Zier- und Fischteiche angelegt wurden. Vom Buchrainweiher geht es wieder zurück zum Goetheturm.
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